Abschied

Mein Leben hatte sich auf Mallorca nicht so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich kam finanziell nicht auf die Beine. Alle Aktivitäten verliefen im Sande. So hielt ich inne. Und ich buchte eine Beratung – Astrokartografie. Ich möchte nicht mehr kämpfen, ich möchte mich von den universellen Kräften tragen lassen.

Was ich nicht hören wollte – aber längst wusste

Was bei dieser Beratung herauskam, war nicht das, was ich hören wollte, aber das, was ich schon ahnte. Ich hatte auf der Insel starke Mars-Pluto-Aspekte, die dazu führten, dass bei mir im beruflichen Bereich Konflikte und Spannungen zwischen den eigenen Bedürfnissen und den äußeren Bedingungen auftraten. So erlebte ich das die ganze Zeit. Auf gut Deutsch: Hier müsste ich einen unliebsamen Job machen, um davon zu leben zu können. Mit meinen Fähigkeiten zu wirken, wäre höchstens als nettes Hobby möglich. Nein. Das ist mir zu wenig. Ich will mehr – ich möchte erfüllt leben. Ich möchte meine Talente und Gaben in die Welt bringen und davon entspannt leben können.

Zwischen Tränen und Entschlossenheit: Der Ruf nach Andalusien

Nach dieser Beratung weinte ich sehr. Es zeigte sich, dass es weder Mallorca, noch Deutschland ist. Überall derselbe hemmende Einfluss. Ja ich kenne diesen Kampf auch von Deutschland. Der astrologische Berater meinte ich hätte einen vollen Werkzeugkoffer mit vielen Gaben in meinem Geburtsort mitbekommen. Aber auch in Deutschland spuckt mir die Mars-Pluto-Konstellation ebenfalls in die Suppe. Er sieht bei mir weiter das Ausland.

Da sagte ich zu ihm: „Jetzt finde bitte Orte, an denen ich mehr universelle Unterstützung habe.“ Was dann kam, schockte mich. Es kam heraus, dass es in Andalusien gute Orte gibt, um mich zu verwirklichen. Es gab noch andere Gegenden, wie Monaco, die jedoch nicht mit mir resonierten.

Allein nach Andalusien? Das übersichtliche sichere Nest verlassen? Ich kenne niemanden dort, und ich spreche keine Fremdsprachen. Angst machte sich breit. Traurigkeit stieg auf. Wo soll ich landen? Wovon soll ich dann leben? Durch innere Prozesse und äußere Wandlungen hatte ich meine telefonischen Beratungen eingestellt,  in denen ich über viele Jahre Menschen begleitet habe. Das ruhte also durch einen tiefen Prozess der Selbstfindung und Heilung. Also kam da momentan auch kein Geld rein.

Nach Andalusien zu gehen, das kam mir für mich eine Nummer zu groß vor. Aber was, wenn es dort plötzlich wieder fließt im beruflichen Bereich? Ich wünschte mir das ja so sehr!

Freiheit beginnt dort, wo ich Sicherheit loslasse

Ich habe es ja eigentlich schon lange gewusst, seit einigen Monaten spürte ich ein inneres Sehen nach einem Ort, eine Unruhe die mich über Umzug nachdenken ließ. Ich glaubte manchmal, es ist wieder Deutschland. Da war ein Gefühl, es ist Zeit. Zeit, mich zu bewegen. Zeit, wieder loszulassen. Der Astrologe erzählte mir ja nichts Neues. Es war ja die Bestätigung. Nur wäre ich jetzt nicht von mir aus auf Andalusien gekommen.

An Abend nach der Beratung weinte ich, ich fühlte mich sehr allein. Allein und Andalusien viel zu groß für mich. Zu unbekannt. Und auch wenn mein Verstand zögerte und Angst und Unsicherheit sich breit machten, wusste mein Bauch längst: Ich muss es ausprobieren. Jetzt ist der Moment. Nichts aufschieben. Ich breche auf – nach Andalusien. Ich weiß nicht, was dort auf mich wartet. aber Stagnation ist nichts für mich und ich begann mit den Vorbereitungen.

Ich gehe – ohne Plan B

Diese Entscheidung ist in sehr kurzer Zeit gereift. Ich durchlebte die emotionalen Wellen – Angst und Vorfreude wechselten sich ab. Traurigkeit mischte sich dazu. Ich würde alleine weiterziehen und Freunde und schöne Orte verlassen. Angst möchte mich festhalten. Möchte, dass ich mich an das klammere, was war und was da ist. Doch ich habe erfahren: Je mehr ich loslasse, desto mehr Weite entsteht in mir.

Mut ist, sich dem Leben anzuvertrauen

Wahre Sicherheit wächst nicht aus Kontrolle. Sie entsteht, wenn ich mich tief mit mir selbst verbinde. Wenn ich dem Leben vertraue – auch ohne festen Boden unter den Füßen. Es ist dieses Vertrauen, das mir erlaubt, aufzubrechen. Ohne Plan B. Ohne Garantie. Aber mit offenem Herzen für neue Gelegenheiten und mit einem Vertrauensvorschuss an das Leben.

Seit ich diese Entscheidung getroffen habe, öffnen sich in mir neue Räume. Ich spüre eine innere Freiheit, wie ich sie lange nicht gefühlt habe. Eine Lebendigkeit, die mich lachen und weinen lässt. Ja, da ist auch manchmal Angst. Aber sie lähmt mich nicht mehr. Sie darf da sein, ohne mich zu bestimmen.

Ich beginne, das Leben wieder neu zu sehen – als etwas, das sich nicht beherrschen lässt, sondern erfahren werden will. Mich dem Moment hinzugeben. Mich führen zu lassen. Und ein Risiko eingehen. Ja, es ist ein Experiment. Wie es ausgeht, das werde ich erleben. Diesen Wandel, den ich durchlebe – ein Prozess, der mich drängt, die Komfortzone zu verlassen.

Wenn ich es jetzt Freunden erzähle, dann höre ich mehrfach: „Du bist eine mutige Frau.“ Ja, das bin ich – und es erfüllt mich mit Freude und Lebendigkeit, während ich das schreibe.

Was Astrokartografie bringt oder nicht, ich werde euch berichten!

Von Herzen ♥ Birgit