
Lebenszahl 3 – Mein Lebenstanz mit der schöpferischen Kraft
Meine kreative Spur zur Drei
Schon als Kind waren meine Ideen so bunt wie ein Kaleidoskop, das sich ständig drehte. Ich malte sehr gern und ich baute Luftschlösser, die sich erstaunlich real anfühlten. Damals wusste ich noch nichts von Lebenszahlen. Aber ich liebte es, etwas Schönes zu erschaffen. Aus Holz in der Werkstatt meines Opas, aus Stoffen und Bändern nähte, webte und knüpfte ich, formte mit Ton und erschuf Schönes mit Blumen und Blüten. Ich war selten vorm Fernseher anzutreffen und Handys und Computer gab es zum Glück noch nicht.
Als junge Frau, ich wollte mich besser verstehen, errechnete ich meine Lebenszahl. Um die Lebenszahl heraus zu finden addiert man alle Ziffern des Geburtstages und bildet dann noch einmal die Quersumme. Meine ist die drei.
Kreativität ist mein Lebenselixier
Die Zahl 3 ist wie eine Quelle, die sprudeln will. Aus mir heraus will immer etwas erschaffen werden, sei es ein ein Bild oder eine Idee für ein neues Projekt, das meine Seele aufleuchten lässt. Mich kreativ auszudrücken, ist mein Lebenselixier. Und obwohl ich das weiß, lebe ich es noch nicht voll aus. Immer wieder falle ich aus dem kreativen Fluss eine Zeit lang heraus und dann setzt er wieder ein. Ich muss noch herausfinden, warum das so ist.
Ich wünsche mir jetzt einen Lebensort, wo ich ein Atelier habe und ich ohne große Vorbereitungen loslegen kann, wenn die Energie fließt.
Dem Schreiben möchte ich mich jetzt auch mehr widmen, das beginnt jetzt mit diesem Blog.Seit Jahren will schreiben und immer waren es auch äußere Umstände, dich mich wieder forderten und ich bin dann nicht dran geblieben. Oder ich war zu angespannt und dann fließt es nicht.
Manchmal schreibe ich mitten in der Nacht los, weil ein Fluss an Worten kommt, den ich nicht verlieren will. Oder ich spreche es in mein Handy aber dann bleibt es dort und gerät in Vergessenheit. Ich werde mir eine Schreibroutine schaffen. Damit es nicht nur bei spontanen Aktionen bleibt. Denn wenn wir uns nicht ausdrücken und unsere Worte, Bilder und Ideen nach draußen bringen, dann entsteht Stagnation. Der Fluss versiegt, es kommt nichts Neues mehr nach. Dann verlieren wir die Lebendigkeit.
Auch beim Malen, weiß ich nicht, wohin mich der Pinsel führen wird. Und genau darin liegt das Geheimnis: Mich dem Prozess hingeben. Loslassen, fließen, staunen. Und das setzt unheimlich viel Energie frei.
Zwischen Ausdruck und Anspruch
Hinter all der Leichtigkeit, steht bei mir auch eine tiefe Sehnsucht nach Tiefe. Ich will mit meinem Ausdruck etwas in Bewegung setzen. Erst in mir selbst und dann freut es mich, wenn ich andere damit berühre. Und doch… ist da oft Unsicherheit. Die Angst, nicht genug zu sein. Nicht tief genug. Nicht wirksam genug. Da gibt es in mir einen starken Kritiker, der selten so ganz zufrieden ist.
Die 3 ist meine Heimat
Die Lebenszahl 3 zeigt mir, wie ich funktioniere – und wie ich wachsen darf. Sie erinnert mich daran, dass mein kreativer Ausdruck nicht nur Gabe, sondern auch Auftrag ist. Dass mein Leben ein Tanz ist und dass ich mich immer wieder neu erfinden darf. Wenn ich sie lebe, dann geht es mir gut, wenn ich zu sehr in festen Strukturen lande, dann werde ich hart und brenne aus. Vielleicht tanzt auch in dir diese Kraft, die gestalten will, sich ausdrücken?
Die Herrscherin im Tarot – die göttlich weibliche Kraft
Die Symbolik der Herrscherin im Tarot (Zahl 3) – und was sie mir über mich selbst offenbart.
Vor vielen Jahren kam ich in Kontakt mit dem Tarot. Was mich daran faszinierte, war die Karte der Herrscherin. Gerne wollte ich so sein wie sie. Eine Frau, thronend inmitten von Fülle, von Natur, von Schönheit. Ihre Präsenz war so weich – und gleichzeitig so kraftvoll. Ich lebte diese Kraft nicht wirklich, ich war noch viel zu sehr strukturiert. Ich sehnte mich sehr danach. Und so wurde sie zum Symbol für meinen Weg.
Die Herrscherin gebärt des Lebens
Im Tarot steht die Herrscherin für die Zahl 3 – dieselbe Zahl, die auch meine Lebenszahl ist. Und so erkannte ich, wie sich alles verbindet, was an mystischem Wissen vorhanden ist. Denn auch sie ist Manifestation der Kreativität und Weiblichkeit in ihrer reinsten Form. Sie bringt hervor. Sie ist die urweibliche Kraft, die nicht fragt, ob sie gebären soll – sondern was. Was will durch mich in die Welt kommen? Was drängt in mir nach Ausdruck? Welche Form will meine Seele jetzt annehmen?
Die Herrscherin lebt nicht im Kopf – sie lebt im Schoß. Sie nährt, liebt, schützt. Ihre Stärke ist weich, fließend, empfangend. Und genau das macht sie so mächtig.
Als ich dieses Jahr Geburtstag hatte, haben mir Freunde feierlich einen Thron mir schönen Kissen und Tüchern bereitet. Wir haben den Abend in einem Tipi verbracht. Und als ich ankam, sangen sie für mich und führten mich zu meinem Platz. Mir standen die Tränen in den Augen vor Rührung. Ich wusste, nun ist es Zeit, diese Qualität ganz anzunehmen und zu leben.
Die Botschaft an mich – Erinnere dich
Oft vergesse ich, dass meine Kraft nicht im Machen liegt, sondern im Sein. Ich habe so lange geglaubt, ich müsse kämpfen, mich durchsetzen, sichtbar werden – und dabei habe ich nicht bemerkt, dass die wahre Magie bereits in mir wohnt.
Die Herrscherin flüstert mir zu: Du musst nichts tun, um wertvoll zu sein. Deine bloße Existenz bringt schon Leben hervor.
Und ich beginne zu verstehen, dass das Weibliche nicht laut sein muss. Manchmal ist sie still wie eine Knospe kurz vor dem Erblühen. Und doch ist sie voller voller Potenzial und Kraft.
Sie erinnert mich auch daran, mich immer wieder mit der Natur zu verbinden. Mit den Zyklen. Mit dem Rhythmus. Ich bin keine Maschine. Ich bin eine Frau. Ich brauche Zeit im Sein um dann aus dieser aufgebauten Kraft wirksam zu sein.
Fülle ist ein Zustand – kein Ziel
Die Herrscherin lebt in Fülle. Sie sitzt auf einem Thron aus Kissen, umgeben von reifen Feldern und einem sprudelnden Fluss. Und jedes dieser Symbole trägt eine Botschaft für mich:
- Die Kissen: Ich darf weich sein, mich liebevoll betten, bevor ich wieder losstürme.
- Der Fluss: Gefühle dürfen fließen und der weibliche Weg mäandert .
- Die Felder: Alles, was ich nährend pflege, wird Früchte tragen – in seiner Zeit.
- Sie trägt ein Kind in sich: Ich bin glücklich Mutter zu sein. Und oft gehe ich schwanger mit vielen Ideen.
In Zeiten, in denen ich mich selbst verloren habe, war sie es, die mich wieder an meine Essenz erinnerte. An meine Fähigkeit, Liebe zu geben. An meine Verbundenheit mit allem Lebendigen. An meine weibliche Weisheit.
Wenn ich mich von mir entferne
Wenn ich mich zu sehr im Außen verliere, in Perfektion, in Anerkennung, im Leistungsdruck, dann versiegt meine Kraft. Ich kenne diese Momente gut. Wenn ich etwas tue, um zu gefallen. Wenn ich gebe, ohne auf meine Grenzen zu achten. Wenn ich den andren wichtiger nehme, als mich selbst, dann verliere ich die Verbindung zur inneren Herrscherin. Und doch ist sie geduldig. Sie wartet. Bis ich bereit bin, zurückzukehren. Mich hinzusetzen. Die Augen zu schließen. Und mich zu erinnern: Ich bin genug, so wie ich bin.
Fazit: Ich bin die Herrscherin meines Lebens
Die Herrscherin ist für mich das Bild: Dass ich durch mein Sein allein schon wirke. Dass ich nicht jagen muss, sondern empfangen darf. Dass die Antworten oft in der Stille liegen. Und dass ich selbst das Gefäß bin, durch das Leben sich ausdrücken will. Ich sehe mich in ihr, in jedem Moment, in dem ich mich hingebe – an die Liebe, an das Jetzt, an das Mysterium des Lebens.
Von Herzen Birgit